Kindermilch oder Kuhmilch: Laut Test reicht normale Milch

Manchmal ist es schon etwas merkwürdig, was für Produkte, die angeblich speziell auf die Bedürfnisse von Kindern abgestimmt sind, man im Handel findet. Einiges davon riecht allerdings auch stark nach Geldschneiderei und verunsichert die Eltern zumindest. Ein Beispiel: Sollte ich extra Kindermilch kaufen, oder tut es normale Kuhmilch genauso?

Nach einem aktuellen Kindermilch-Test des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) steht diese Milch nun scharf in der Kritik. Im Ergebnis sah es nämlich so aus, dass diese Produkte “nicht den besonderen Ernährungsanforderungen von Kleinkindern entsprechen”. Dementsprechend müssen die Produkte entweder anders deklariert und beworben oder ganz vom Markt genommen werden. Widersprüche der Hersteller sind allerdings noch möglich. (dpa-Meldung)

Auch die Verbraucherzentrale Hamburg übte im Zuge dieses Tests scharfe Kritik und sprach in Bezug auf Kindermilch von einer “Kostenfalle”. Schließlich kostet handelsübliche Kuhmilch nur etwa ein Viertel von Kindermilch. Dass Kindermilch “gesünder als Kuhmilch” sei, sei zudem nicht der Fall, und auch zu einer ausgewogeneren Ernährung sei diese nicht notwendig (auch laut Bundesinstitut für Risikobewertung). Vielmehr vermutet die Verbraucherzentrale, die Hersteller legten es darauf an, Kleinkinder bereits möglichst früh an künstliche Geschmäcker und Fertigprodukte zu gewöhnen. (Quelle).

Mein persönliches Fazit nach diesen Eindrücken: Offenbar lohnen sich die deutlichen Mehrkosten (bis zu 450 Euro im Jahr) nicht, es ist vielmehr höchst zweifelhaft, dass Kindermilch überhaupt irgendwem nützt – außer deren Herstellern.

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