Elternzeit - für Väter
Elternzeit - für Väter

Elternzeit – für Väter

Hendrik S. aus Düsseldorf. Er hat es geschafft. Er ist Vater geworden und darüber ist er sehr glücklich. Nimmt er Elternzeit oder nicht? Hendrik weiß, dass er Vaterschaftsurlaub nehmen kann und freut sich darauf. Etwas erfreulicher: Sein Arbeitgeber gibt ihm grünes Licht, die Auftragslage ist im Moment entspannt, er hat keinen Groll vor seinen Kollegen. Ja, er möchte in Elternzeit gehen und seiner Familie für zwei Monate voll zur Verfügung stehen.

Was ist Elternurlaub? – Tipps für Anfänger

Aus finanziellen Gründen entscheiden sich viele Paare, die Gründung einer Familie zumindest zu verschieben. Deshalb hatte die damalige Familienministerin von der Leyen (CDU) einst beschlossen, den Eltern mehr finanzielle Unterstützung zu gewähren, damit sie vorübergehend aus dem Arbeitsmarkt austreten können, damit sich mehr Menschen für ein Wiederkind entscheiden.

In den zwölf Monaten nach der Geburt können Sie daher elterngeld für bis zu 12 Monate erhalten, 14, wenn der Partner auch in Elternzeit geht („Partnermonate“). Es gibt kein zentrales oder allgemein zuständiges Amt für den Antrag, bei dem Sie den Antrag auf Elternurlaub abholen und zurückgeben müssen. Die zuständige Behörde variiert je nach Bundesland und kann beispielsweise auf http://www.elterngeld.net/elterngeldstellen.html.

Aber stellen Sie die Bewerbung mindestens sieben Wochen vor dem gewünschten Starttermin rechtzeitig vor. Die Staffelung von Fristen und Vorteilen ist kompliziert.

Erster Tipp: Bis zum 14. Lebensmonat Ihres Kindes haben Sie Anspruch auf 67 % Ihres Nettogehalts oder maximal 1800 € pro Monat. Es ist wichtig zu beachten, dass die Berechnung der finanziellen Leistungen während Ihres Elternurlaubs auf dem Gehalt basiert, das Sie in den 12 Monaten vor der Geburt hatten. So schlechte Karten für Berufsanfänger.

Zweiter Tipp: Wählen Sie das Startdatum, das mit den Lebensmonaten des Kindes zusammenfällt. Das Amt verwendet die Lebensmonate des Kindes und nicht die Kalendermonate für den Zeitraum der Beurteilung. Denn wenn Sie ein oder zwei Tage in der Elternzeit arbeiten, weil die Zeiten nicht übereinstimmen, wollen die Behörden das Gehalt dieser Arbeitszeit ausgleichen. Der folgende Schriftverkehr ist äußerst mühsam und verzögert insbesondere die Zahlung des Elterngeldes.

Dritter Tipp: Es gibt keinen Grund, angst vor einer Kündigung zu haben. Während der Elternzeit gibt es Kündigungsschutz.

Der Anfang ist gemacht. Aber nur wenige Väter

Warum nehmen so wenige Väter Elternzeit? Nur ein kleiner Teil aller Anträge auf Elterngeld wird von Männern gestellt – weniger als 20 %. Viele Männer wissen nicht einmal, dass sie auch Anspruch auf Elternzeit oder sogar Partnermonate haben. Andere haben nicht genug verdient, sind neu im Job und erhalten nicht genug Unterstützung vom Staat. Für andere können die finanziellen Verpflichtungen der Familie so groß sein, dass Sie sich keinen Zahlungsausfall leisten können oder wollen, auf keinen Fall

Aber was ist mit Vätern, die absichtlich nicht in Elternzeit gehen? Vielleicht kommt Elternurlaub für sie wegen des traditionellen Rollendenkens nicht in Frage, weil Männer andere Standards haben als Frauen. Andere Männer fürchten möglicherweise, zu Hause im Arbeitsumfeld nicht akzeptiert zu werden, Angst vor Messerstichen durch ihre Kollegen oder gar vor Konsequenzen durch den Arbeitgeber selbst.

Sicherlich alle Faktoren, die zusammenspielen, warum viele Väter bewusst keine Elternzeit nehmen. Sicherlich liegt es an ihnen, aber sie werden sicher eine gute Zeit verpassen, fragt man Herrn S. aus Düsseldorf.

67% Gehalt, 100% Liebe

Natürlich hat auch Hendrik S. aus Düsseldorf kurz über diese Faktoren nachgedacht. Aber alles passt zu ihm. Also weiter zur Elternzeit. In den nächsten zwei Monaten zu Hause erlebt Hendrik, wie sein Sohn zwei Monate älter wird, wächst und Neues lernt. Vater und Sohn lernen zusammen: Das Baby lernt zu sehen, brutzeln, verdauen, Hendrik lernt wickeln, baden, Ölmassage. Mit seiner Frau wechselt er sich in Nachtschichten ab. In dieser Zeit profitieren alle, und die Familie wächst enorm zusammen. Hendrik nennt diese zwei Monate „die schönste Zeit meines Lebens“!

Aber dann ist es vorbei, die Zeit. Hendrik muss wieder arbeiten. Angekommen im Unternehmen: Die Auftragslage ist derzeit mau, Kurzarbeit. Eine kleine Verlängerung der schönsten Zeit seines Lebens. Auch schön…

Weiterlesen:

http://www.focus.de/finance/recht/tid-10002/eltern-zeit-zehn-fakten-zu-elterngeld_aid_302201.html

Update: Änderungen des Elterngeldes 2013

Für 2013 geborene Kinder müssen Die Eltern einige Änderungen des Elterngeldes vornehmen. Mit den Änderungsanträgen hat der Gesetzgeber einige Vereinfachungen eingeführt, insbesondere im Hinblick auf die Bestimmung des Erwerbseinkommens, das wiederum die Höhe des Elterngeldes bestimmt.

  • Um die Verwaltung zu entlasten und die Antragsfristen zu verkürzen, werden Steuern und Abgaben künftig pauschal festgelegt – dies gilt sowohl für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte als auch für Selbständige. Der Satz beträgt 21% des durchschnittlichen Bruttogehalts der letzten 12 Monate. Das bedeutet, dass viele Arbeitnehmer schlechter davonkommen als zuvor.
  • Wer Einkommen aus selbständiger Arbeit, Unternehmen oder Einkommen aus land- und forstwirtschaftlichen Betrieben bezieht, wird das Elterngeld auf der Grundlage der letzten Steuerveranlagung vor der Geburt des Kindes berechnet. Die Erträge während des Kaufs werden wie bisher durch Berechnung des Ertragsüberschusses berechnet, aber auf die Betrieblichen Aufwendungen kann eine Pauschale von 25 % angewandt werden.
  • Eine weitere Änderung, die auf den ersten Blick harmlos erscheint, kann Eltern viel Geld kosten: So muss sich beispielsweise die günstigere Steuerklasse III mindestens sieben Monate vor dem Geburtsdatum ändern. Wenn dieses Datum verpasst wird, zählt die zuvor gültige Steuerklasse.

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