Rechtliche Hinweise zur Erbschaft und Schenkung
Rechtliche Hinweise zur Erbschaft und Schenkung

Rechtliche Hinweise zur Erbschaft und Schenkung

Geld kann nicht ins Grab genommen werden, noch können Sie Ihr eigenes Haus oder andere Investitionsgüter mitnehmen. So wird es vererbt – und zur Erbschaft der Staat macht seinen Anspruch mit einer zusätzlichen Steuer. Wer die Erbschaftsteuer – deren Höhe je nach Vererbung erheblich sein kann – retten will, verschenkt sein Hab und Gut noch zu Lebzeiten an die Kinder oder sogar Enkelkinder. Juristen nennen diesen Ansatz eine frühe Übertragung von Vermögenswerten, und im Volksmund wird er etwas makaber genannt, „aus einer warmen Hand zu geben“. Sobald die Zulagen, die der Staat dem Erbe gewährt, erschöpft sind, sollte man eigentlich ein Geschenk in Betracht ziehen.

Erbschaftsteuer sparen – sinnvoll für große Vermögen

Der Gesetzgeber hat verschiedene Zulagen für den Erben festgelegt. Wenn diese überschritten werden, kann eine Spende zu Lebzeiten an ihre eigenen Kinder, aber auch an Neffen, Geschwister oder Enkelkinder sinnvoll sein. Bei der Erbschaft für 2012 gelten für verwandte Verwandte folgende Zulagen:

  • Für den Ehepartner 500.000 Euro
  • Für Kinder 400.000 Euro
  • Für Enkelkinder 200.000 Euro
  • Für eingetragene Lebenspartnerschaften 500.000 Euro
  • Wenn Haushaltswaren vererbt werden, gilt ein Freibetrag von 41.000 Euro.

Wenn die Zertifikate überschritten werden, wird der Fiskus weiterziehen. Der Grund für die Erhebung der Steuer ist, dass eine Erbschaft als Erwerb angesehen wird und steuerpflichtig ist. Die Höhe der jeweiligen Steuer richtet sich nach dem jeweiligen Einzelfall.

Es gibt eine Sonderregelung, wenn Immobilien vererbt werden. Diese Erbschaft ist steuerfrei, aber nur, wenn das Erbe die Immobilie für mindestens zehn Jahre nutzt, ohne sie zu vermieten oder zu verkaufen. Wenn die Größe des Gehäuses 200 m2 nicht überschreitet, gilt diese Regelung auch für Kinder.

Spenden sind auch nicht steuerfrei!

Wer jetzt denkt, dass ein Geschenk an die Kinder zu Lebzeiten mit der Steuer aus der Zahl herauskommen würde, der irrt. Geschenke sind auch steuerpflichtig, aber auch Freibeträge sind hier verfügbar. Bei Überschreitung der Freibetragsgrenzen wird das Geschenk auf den Einkommensteuersatz angerechnet, so dass das Geschenk als normales Einkommen bewertet wird. Ein Geschenk (sowie ein Erbe) wird auch allen Sozialleistungen wie ALG I oder II.

Im Bereich des Schenkens gibt es einige weniger bekannte Möglichkeiten, Steuern zu sparen. Zum Beispiel kann ein selbst genutztes Haus steuerfrei unter Ehegatten oder eingetragenen Partnern verschenkt werden, der Zeitpunkt des Kaufs und des Wertes spielen hier keine Rolle. Die zehnjährige Wohnungsverpflichtung gibt es auch hier nicht. Das Haus kann ohne Schenkungs- oder Erbschaftsteuer verkauft werden. Manchmal sind auch Steuerersparnisse bei Spenden über Umwege möglich. Bevor man sich jedoch für solche Winkel entscheidet, sollte man sich mit einem Spezialisten für Steuer- und Schenkungsrecht gründlich informieren, um das günstigste individuelle Verfahren zu finden.

Was bei Spenden noch zu beachten ist

Gifts kann Steuern sparen. Dennoch gibt es einige Punkte, die berücksichtigt werden sollten, bevor man sich entschließt, für die Kinder oder sogar Enkelkinder zu spenden. So kann ein Geschenk nur mit großen Schwierigkeiten rückgängig gemacht werden. Der Schenkungsvertrag muss gekündigt werden, und dies ist nur in Ausnahmefällen möglich, zum Beispiel wenn der Spender plötzlich nicht mehr in der Lage ist, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Ein weiterer Grund ist die sogenannte „grobe Undankbarkeit“ des Empfängers, die nachweisbar sein muss. Aber das muss wirklich grobes Fehlverhalten sein, wie Misshandlungoder andere Fehlverhalten. Wenn Sie also geben, sollten Sie sich bewusst sein, dass dies eine mehr oder weniger definitive Sache ist. Dieser Endgültigkeit kann durch sogenannte Gegenseitigkeitsklauseln entgegengewirkt werden, die beispielsweise regeln, dass das Geschenk rückgängig gemacht wird, wenn das begabte Kind in Konkurs geht oder vorzeitig stirbt. Wenn das Geschenk an den Ehegatten gemacht wurde, sollten Sie auch eine entsprechende Klausel im Falle einer Scheidung vorsehen. Es ist auch wichtig zu wissen, dass die Spendenzulagen einmal in zehn Jahren verwendet werden können. Wenn Sie also viel zu verschenken haben, sollten Sie es über mehrere Jahrzehnte aufteilen.

Usufrucit oder Wohnrecht?

Wenn Sie Ihr eigenes Zuhause auf Ihre eigenen Kinder übertragen, indem Sie es geben, sollten Sie auf jeden Fall ein Nießbrauchsrecht erhalten. Dadurch wird sichergestellt, dass Sie nach dem Geschenk die Wohnung noch bewohnen und auch vermieten können. Mit dem Aufenthaltsrecht ist es nur möglich, in der begabten Immobilie zu wohnen, andere Rechte stehen Ihnen dann nicht mehr zur Verfügung.

Geschenke an Minderjährige

Wenn Spenden an minderjährige Kinder gehen, dann wird hier in der Regel eine zusätzliche Betreuerin eingesetzt. Letzteres vertritt das Kind in der Schenkung und soll sicherstellen, dass die Geschenkmöglichkeiten oder Interessenkonflikte nicht missbraucht werden. Minderjährige haben nur begrenzte Geschäftsmöglichkeiten, so dass der zusätzliche Betreuer das Kind als Vertragspartner der Eltern vertritt. Auf einen solchen Vermittler kann verzichtet werden, wenn das Kind nur durch das Geschenk Vorteile hat. Dies gilt beispielsweise für eine Geldgabe innerhalb der Zulagengrenzen. Ob im konkreten Fall eine zusätzliche Krankenschwester bestellt werden muss oder nicht, hängt immer von den individuellen Anforderungen ab.

Grundsätzlich sind Spenden eine gute Möglichkeit, die Steuerlast für ein Erbe zu reduzieren, aber auch nicht unkompliziert. Wir wollten hier einige Anregungen und Tipps geben, aber sie sind keineswegs Rechtsberatung. Wir empfehlen Ihnen immer, vor der Spende einen professionell kompetenten Berater einzustellen, damit das Geschenk wirklich zu einem Benefizgeschäft für alle Beteiligten wird.
 

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