Vom Instinkt zur Selbstkontrolle - Entwicklung bei Kleinkindern
Vom Instinkt zur Selbstkontrolle - Entwicklung bei Kleinkindern

Vom Instinkt zur Selbstkontrolle – Entwicklung bei Kleinkindern

Spontaneität ist das, was wir so sehr an unseren Jüngsten lieben, aber das kann uns auch in den Wahnsinn oder den Schweiß der Angst auf unseren Stirnen treiben. Auch Peinlichkeiten fehlen nicht, denn Kleinkinder sagen, was sie denken – ohne zu überlegen, welche Folgen das haben könnte. Bis ein Kind die sogenannte Impulskontrolle verinnerlicht hat, braucht es viel Übung, Zeit für Einsichten und sorgfältige, aber klare Anleitung der Eltern.

Impulssteuerung – Ein Leben lang lernen

Impulssteuerung ist das Gegenteil von schnellem und spontanem Handeln ohne nachzudenken. In der Psychologie bedeutet dieser Begriff die Fähigkeit, seine Gefühle und Zuneigungen bewusst zu kontrollieren. Wenn dies nicht dauerhaft möglich ist, dann gibt es eine Störung bei größeren Kindern und Erwachsenen, die leidet und leidet unter. Impulse zu kontrollieren ist im Alltag wichtig, wenn es darum geht, unangenehme Aufgaben zu erledigen und ganz allgemein mit schwierigen Menschen oder Situationen umzugehen. Je besser die Impulssteuerung ist, desto ruhiger reagiert eine Person auf Druck- und Spannungszustände.

Das Kind – alles ist Impuls

Ein Kleinkind ist so weit von Der Impulskontrolle entfernt, wie Sie sich vorstellen können. Es geht ums Gefühl – es wird wütend, schreit oder tritt der Spielkamerad oder sogar die Eltern vor das Schienbein. Wenn sie Angst hat, sich versteckt, hungrig oder durstig ist, verlangt sie es laut. Die fehlende Impulskontrolle ist in der Trotzphase oft besonders beeindruckend. Das Kind schreit und tobt, unabhängig von Sanktionen der Eltern oder anderen Konsequenzen. Rund um die trotzige Phase zeigen die Kinder meist die ersten Anzeichen von Selbstbeherrschung. Sie lernen, auf etwas zu warten, sich selbst und ihre Impulse und Gefühle zu kontrollieren. Anfangs dauert diese Kontrolle nur wenige Augenblicke, wenn das Alter steigt, so dass die Einsicht und der Geist des Kindes immer mehr Macht über seine Gefühle gewinnt.

Selbstkontrolle ausüben?

Impulse-Kontrolle ist notwendig, damit die Menschen in einer Gesellschaft funktionieren und sich integrieren können. Das erfordert Empathie – die Fähigkeit, auf etwas zu warten oder gar aufzugeben. Ebenso ist Selbstkontrolle notwendig, um in der Schule zu sitzen und später bei der Arbeit zu bleiben, auch wenn es schwierig oder unangenehm ist. Und das wollen wir lernen! Die Tatsache, dass Kinder sogar in der Lage sind, sich selbst zu kontrollieren, beginnt mit den Grenzen, die Eltern setzen. Dort reiben sich die Kleinen, weil sie meist etwas anderes wollen, als sich die Eltern vorstellen. Um die Regeln einhalten zu können, ist eine externe Kontrolle, aber auch Selbstkontrolle notwendig. Und es ist am besten für ein Kind zu trainieren, wenn es sowohl greifbare als auch verständliche Grenzen auf der

Während bei manchen Kindern die Selbstkontrolle fast wie von selbst zunimmt, brauchen andere Kinder Hilfe und Ausbildung. Kinder, die sich fühlen können, haben es leichter, Aufruhr zu erkennen und allmählich zu kontrollieren. Die sogenannten Wildfänge sind manchmal so lebendig und äußerlich, dass sie wenig Kontakt zu ihrem Inneren haben – und sich daher spät oder gar nicht fühlen, wenn sich Gefühle aufbauen und den Boden unter den Weg machen wollen. Solche Kinder können durch sanfte und verständnisvolle Praxis gut unterstützt werden. Helfen Sie Ihrem Kind, seine eigenen Gefühle frühzeitig wahrzunehmen. Einerseits sprechen sie mit ihm darüber, was sie bewegt und wie sich Wut, Freude oder Traurigkeit im Körper anfühlen. Noch wichtiger ist jedoch , und das gilt für alle Kinder , ihnen zu helfen, ihre eigenen Bedürfnisse als das Richtige zu sehen. Je sicherer ein Kind sein darf, desto sicherer kann es sie kontrollieren, denn mit der Zeit lernen sie, was die verschiedenen Emotionen ihnen sagen wollen.

Die Tatsache, dass sich Kinder bis zu einem gewissen Alter impulsiv verhalten, ist ganz natürlich und entspricht der Entwicklung des Kindes. Also keine Sorge, wenn Ihr Nachwuchs wieder „durchdreht“. Dies ist, wie so vieles im Leben, eine weitere Phase. Was Sie nicht tun sollten, ist ein Kleinkind für sein impulsives Verhalten verantwortlich zu machen oder sogar zu bestrafen. Es kann nicht anders sein!
 

Überprüfen Sie auch

Reime zählen: Lange raus oder immer noch sinnvoll?

Reime zählen: Lange raus oder immer noch sinnvoll?

„Ich will anfangen, ich will anfangen!“ Es ist nicht ungewöhnlich, überrascht zu sein, dass auch …