Wie führen junge Väter ein Unternehmen? Was machen sie anders?
Wie führen junge Väter ein Unternehmen? Was machen sie anders?

Wie führen junge Väter ein Unternehmen? Was machen sie anders?

Florian Henle, 38 Jahre alt, Vater von zwei Jungen im Alter von 4 und fast 7 Jahren und verheiratet, und Simon Stadler, ebenfalls 38 Jahre, Vater eines 2-jährigen Mädchens und fast 5 Monate alter Junge, ebenfalls verheiratet, leiten seit 2011 die Polarstern GmbH, einen deutschen Öko-Energieversorger mit Sitz in München. Polarstern beschäftigt derzeit 25 Mitarbeiter mit einem Durchschnittsalter von 32 Jahren. Der Anteil von Männern und Frauen ist nahezu ausgeglichen, viele der Beschäftigten sind selbst junge Eltern.

In diesem Interview haben wir uns besonders dafür interessiert, wie Flo und Simon es schaffen, ihren anspruchsvollen Beruf und ihre eigene Familie zu erfüllen, und ob das Vatersein ihr Verständnis für ihre eigenen Mitarbeiter und ihre Bedürfnisse beeinflusst.

Wie schaffen Sie es, Beruf, Beruf und Familie miteinander in Einklang zu bringen?

Flo: Ich bin dort aufgewachsen. Fast zeitgleich mit der Geburt meines ersten Sohnes gründete ich Polarstern mit zwei Partnern. Das musste also von Anfang an parallel laufen. Ansonsten hilft unsere Aufstellung von Polarstern als Soziales-Unternehmen sicherlich, alles in Einklang zu bringen. Es zählt nicht nur die rein finanzielle Rendite, die reine Arbeitszeit und wie viel man verdient, sondern auch das WIE. Das Ausschalten zum Burnout – wie es bei Startups schnell der Fall ist – ist einfach viel zu kurz. Schließlich soll mein Unternehmen arbeiten, und dafür brauche ich Kraft, genau wie unsere Mitarbeiter – und es kommt nicht allein aus meinem Portemonnaie. Intrinsische Motivation und Zufriedenheit sind auf lange Sicht viel wichtiger. In der Praxis haben zum Beispiel private Termine wie der Kindergarten und die Schule meiner Söhne die gleiche Bedeutung wie das Geschäft. Ich habe einen gemeinsamen Kalender.

Simon: Es war schon immer eine Gratwanderung. Vor allem, wenn man nicht lebt oder klassische Vorbilder leben will, das heißt, wenn ein Vater zu Hause hilft und umgekehrt geht die Mutter zur Arbeit. Beide Partner müssen sich gegenseitig unterstützen und viel Sympathie füreinander haben. Und natürlich ist es sehr hilfreich, wenn die Kinder gerne in Die Krippe gehen und Sie eine liebevolle Betreuung gefunden haben. Und Großeltern und Verwandte, die einspringen können, sind natürlich Gold wert.

Hat sich Ihre Einstellung zum Beruf mit Ihren eigenen Kindern verändert?

Flo: Es ist mir noch wichtiger geworden, dass ich einfach aus Überzeugung das mache, was ich beruflich mache. Dass es Sinn macht und dass ich unsere Zukunft mitgestalten kann. Schließlich verbringe ich verdammt viel Zeit im Job. Sonst würde ich es schnell bereuen, bei Veranstaltungen und Terminen im Büro zu sitzen oder herumzulaufen, anstatt mit meiner Familie zu Hause zu sein. Ansonsten möchte ich die Trennung von Arbeit und Privatleben nicht so sehr betonen. Ich denke, es ist wichtig, die beiden zu versöhnen, anstatt sie in ein Leben im Beruf und ein Leben zu Hause zu trennen.

Simon: Für mich hat sich nicht viel geändert. Der Beruf, oder besser gesagt, was ich beruflich mache, war mir schon immer sehr wichtig. Aber auch in meinem Leben gab es immer Menschen und Situationen, die die Bedeutung des Jobs relativieren.

Hat sich Ihre Arbeitsweise verändert, seit Sie Kinder haben?

Flo: Absolut. Im Vergleich zu früher habe ich flexiblere Arbeitszeiten. Zum Beispiel sorge ich dafür, dass ich abends zum Abendessen zu Hause bin und dann, später, wenn die Kinder im Bett sind, arbeite ich den Rest immer noch weg, was ich vorher nicht geschafft habe. Ich nehme die Kinder auch an einem Nachmittag in der Woche und meine Frau arbeitet länger. Insgesamt ist meine Frau, die auch arbeitet, und ich viel mehr zeitgemäss als früher ohne Kinder. Der Alltag hat klare Prozesse und weniger Raum für spontane Planänderungen. Und ich war noch nie der Trog, aber ich wurde nur wirklich effizient in der Arbeit mit den Kindern. Das zeigt sich auch bei Geschäftsreisen. Ich nehme nicht nur lieber den Zug als das Auto oder das Flugzeug aus CO2-Gründen. Bei der Bahn habe ich einfach den größten Anteil an der Arbeitszeit während der Fahrtzeit – solange es natürlich direkte Verbindungen gibt.

Was ist Ihnen an Polarstern wichtig, was ist das Besondere?

Flo: Wir haben ein gewachsenes Teamgefühl, in dem jeder Verantwortung übernimmt und sich gegenseitig unterstützt. Darauf bin ich stolz. Das Gefühl, Teil einer großen Familie zu sein, ist mir sehr wichtig. Für mich bedeutet das auch, dass wir uns ganzheitlich betrachten, ebenso wie alle Themen, mit denen wir uns professionell beschäftigen, und sie nicht auf den rein geschäftlichen Aspekt reduzieren. Für uns als soziales Unternehmen zählen ökologische und soziale Aspekte immer genauso viel wie wirtschaftliche

Simon: Ich bin einfach gerne im Büro. Es ist die Mischung aus unserem Engagement für die globale Energiewende und der Arbeit in einem großartigen Team, die einfach Spaß macht und Sinn macht. Als Geschäftsführer ist es natürlich auch etwas ganz Besonderes, Wirtschaft und Gesellschaft aktiv mitgestalten zu können. Dabei geht es sowohl um strategische Aspekte als auch um die Arbeitsweise – intern, mit Partnern und mit Kunden.

Glauben Sie, dass Sie als junge Väter mehr Verständnis für die Eltern unter Ihren Mitarbeitern haben, als Sie es sonst hätten? Wie zeigt sich das?

Flo: Ja, und das ist für sie genauso gut und anspruchsvoll. Ich kenne den Krux zum Beispiel mit der pünktlichen Abholung der Kinder oder den vielen Urlaubs- und Krankheitstagen. Aber ich weiß auch, was Eltern rocken können, wenn sie motiviert und überzeugt sind. In dieser Hinsicht denke ich sicherlich mehr, wenn es um bestimmte Dinge geht, aber ich denke auch, dass ich das Engagement, das ich verlangen kann, bewerten kann.

Simon: Ich glaube, ich hatte schon vor meiner Vaterzeit viel Verständnis für die Situation unserer Mitarbeiter. Ich denke, es ist sehr wichtig, sich in die Schuhe anderer versetzen zu können, um den Mitarbeiter richtig nutzen und führen zu können. Aber natürlich ist es einfacher, wenn man mit ähnlichen Konflikten im Alltag konfrontiert wird und sie aus eigener Erfahrung spüren kann.

Ist es möglich, dass Ihre Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten können? Haben Ihre Mitarbeiter flexible Arbeitszeiten? Bietet Polarstern Teilzeitmodelle an?

Simon: Wir bieten unseren Mitarbeitern verschiedene Home-Office-Optionen, Teilzeitmodelle, etc. Aber wir sind überzeugt, dass es kein Modell für alle gibt, das 1:1 übertragen werden kann. Sie muss der familiären Situation sowie dem inhaltlichen Tätigkeitsbereich entsprechen. Und dies kann nur in einzelnen Vereinbarungen definiert werden. Unser Ziel ist es, die Arbeitszeiten im Einzelfall so zu gestalten, dass alle glücklich sind – der Mitarbeiter, wir und sein Team bei Polarstern.

Werden Mitarbeiter bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützt? Gibt es eine Kooperation mit einem Kindergarten oder Kindergarten?

Simon: Als Arbeitgeber ermöglichen wir jedem Mitarbeiter Arbeitszeitmodelle, die zu seiner Situation passen und eine Work-Life-Balance ermöglichen. Außer Florian und mir zum Beispiel arbeiten bei uns keine Familienväter oder Mütter Vollzeit im Büro. Mit den meisten haben wir eine Mischung aus Präsenz in den Büro- und Home-Office-Tagen gefunden. Das ist natürlich besonders möglich, wenn man die Mitarbeiter schon lange kennt und sich auch das Team kennt. Die Einrichtung einer Krippe oder eines Kindergartens ist für uns noch kein Thema, weil wir einfach zu wenige Kinder haben, für die das eine Option ist und unsere Mitarbeiter verstreut im Großraum München leben – und hier sind die Betreuungseinrichtungen ganz okay. Es ist schon möglich, dass wir in Zukunft selbst oder vermutlich eher gemeinsam mit Partnern Kinderbetreuung anbieten werden, wenn es mit uns in unserem Team mit so vielen Kindern weitergeht. Darüber hinaus einige Informationen über die Firma Polarstern GmbH – einen deutschlandweiten Öko-Energieversorger mit Sitz in München.

Kurzprofil: Der Energieversorger Polarstern zeigt mit wegweisenden Energieprodukten den Weg in die gemeinsame Energiezukunft. Dazu bieten die Geschäftsführer Florian Henle und Simon Stadler mit ihrem Team Really Green Electricity und Really Green Gas 100 Prozent erneuerbare Energien sowie Lösungen für die dezentrale Energieversorgung weltweit.

Die Welt mit Energie verändern, antreiben und gibt ihnen seit Sommer 2011 immer wieder Impulse auf dem Markt; ob es sich um den ersten Energieversorger mit Ökogas aus vollständig organischen Rückständen handelt, mit den ersten flexiblen dezentralen Stromprodukten für Hausbesitzer und Mehrparteiengebäude(Mieterstrom). Polarstern hat 2016 als erster Energieversorger eine Bilanz des öffentlichen Dienstes erstellt. Weil es wirklich wichtig für alle ist.

Zertifiziert sind wirklich Ökostrom und richtig grünes Gas von Polarstern vom TÜV Nord und dem Grünen Strom Label; empfohlen unter anderem von der Öko-Plattform EcoTopTen des Öko-Instituts und der Umweltorganisation Robin Wood. Das Magazin ÖkoTest bezeichnet Polarsterns Ökostrom 2017 zum fünften Mal in Folge als „sehr gut“. Auch beim Kundenbewertungsportal ekomi sind die Kunden sehr zufrieden und bewerten Polarstern als kundenfreundlichsten Energieversorger Deutschlands. Mehr über Polarstern und das Team finden Sie hier: https://www.polarstern-energie.de

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